Die Göde Wissenschafts-Stiftung ist keine alltägliche Einrichtung. Das Institut für Gravitationsforschung in Waldaschaff hat
ehrgeizige Ziele: Es will einen kleinen Beitrag zur Erforschung der Gravitation als eines der letzten grossen Geheimnisse der Physik leisten.
Dr. Michael Göde, im Hauptberuf Unternehmer und weltweit drittgrösster Versender von Sammlerartikeln, betreibt die Stiftung auf
eigene Kosten. Eine Stiftung mit leibhaftigen Physikern und Apparaturen in einem Seitenflügel seines Unternehmens in Waldaschaff, weithin bekannt als „Bayerisches Münzkontor“. Göde will damit klugen Köpfen helfen, auch einmal quer denken zu dürfen – wissenschaftlich fundiert, aber nicht immer auf den bekannten wissenschaftlichen Pfaden.
Dazu hatte die Göde Wissenschafts-Stiftung nun einen 10.000 € Preis ausgelobt. Thema: Gravitationseffekte bei
Niedrigenergiekernreaktionen (LENR). Bei so genannten kalten Fusionen entstehen lokal extreme Randbedingungen, die zur Erzeugung von Überschussenergie und Umwandlung von Elementen führen. Vermutlich kommt es
dabei auch zu Auswirkungen auf die Gravitation.
Der mit 10.000 € dotierte Förderpreis richtete sich an Wissenschaftler, die diese Gravitationseffekte experimentell
nachweisen können.
 Den Preis hat Dr. Venjamin Filimonov, Universität Minsk, Belarus, Weissrussland
erhalten. Er studiertierte in Minsk physikalische Chemie und promovierte 1985.Dr. Filimonov arbeitet an elektrolytischen Zellen zur Erzeugung von Wasserstoff. Die
dabei entstehende Überschussenergie führt er auf die Umwandlung von niedrigenergetischen Neutrinos zurück. Diese besondere Art von Elementarteilchen soll bei der Übertragung von Gravitation eine Rolle spielen.Um
diese Zusammenhänge zu klären, entwarf Dr. Filimonov vier verschiedene Experimente. Deren Umsetzung ermöglicht nun das Preisgeld der Göde Wissenschafts-Stiftung.
„So wie die Lichtgeschwindigkeit keine Konstante ist, stellt sich auch die
Schwerkraft beim genauen Hinsehen als nicht konstant dar“, so Wolfram Bahmann Vorsitzender des Stiftungsbeirats.
Das kleine Team des IGF forscht seit sechs Jahren in Theorie und Labor am Thema Gravitation. Eine Naturkraft, die man
am unmittelbarsten spürt, die aber weit weniger gut erforscht ist als Elektrizität, Magnetismus und Kernkraft.
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